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Ole (Abitur 2024)

Man setzt mich auf eine Bühne und ich bin glücklich. Zumindest ist das meistens so.

Auch wennes paradox scheint, ist die Bühne eine Art Safespace für mich. Ein Ort, an dem ich mich austoben kann. Austoben in dem, was ich am besten kann, nämlich Musik. Ich mache fast ausschließlich klassische Musik. Es gibt eigentlich kaum einen Moment, in dem ich nicht darüber nachdenke, spreche, selbst musiziere oder mir Musik einfach durch den Kopf schwirrt. Auch wenn mich das manchmal nervt, kann ich irgendwie aber auch nicht ohne Musik. Es ist mittlerweile so großer Teil von mir, dass etwas wesentliches fehlen würde, wenn ich es nicht mehr machen würde. Seit ich fünf oder sechs Jahre alt bin, will ich Musiker werden. Damals wollte ich Opernsänger werden, ohne je eine Oper gehört zu haben.

An meiner Entwicklung ist das Vikilu nicht ganz unbeteiligt gewesen. Ich habe an so vielen Konzerten und musikalischen Dingen mitgewirkt, dass ich mir zu meiner Zeit einfach nur aussuchen musste, was ich machen wollte. Nicht zuletzt haben mich meine (Musik-)Lehrer gefördert. So konnte ich im Laufe der Jahre musikalisch viel (er-)arbeiten: Ich habe meine erste Orchesterkomposition mit einem Projektorchester uraufgeführt, konnte mich auf der Probenfahrt mit den Voices auf meine Aufnahmeprüfung im Fach Chorleitung vorbereiten und noch viel mehr.

Nun studiere ich Musik, Kirchenmusik um genau zu sein. Ich mache genau das, was ich immer wollte: Musik. Das ist ein riesiges Geschenk. Der Musik-LK bei Herrn Rheinländer war auf die musiktheoretischen Fächer eine gute Vorbereitung. Daran denke ich gerne zurück. Auch daran, dass ich parallel zu den Abiklausuren an einer Aufführung von Haydns Schöpfung mitgewirkt habe. Ich ordnete Musik alles unter, auch vor der Abizeit. Das haben meine Lehrer meistens verstanden, dafür bin ich ebenfalls sehr dankbar.

Wenn ich gerade mal nicht auf der Bühne stehe, dann bin ich gerne in der Oper, im Musical oder im Konzert. Da kann ich mich richtig fallen lassen und einfach mal abschalten. Ich mache so viel Musik, dass es eine richtige Entspannung für mich ist keine Musik zu machen, sondern live zu hören. Meine Freunde sind mir ebenfalls sehr wichtig und ich verbringe gerne Zeit mit ihnen, ganz ohne Musik…Manchmal auch mit.