Künstliche Intelligenz ist längst Teil der Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern – ob in Suchmaschinen, Chatbots oder bei der Erstellung digitaler Inhalte. Vor diesem Hintergrund hat das Vikilu erstmals einen schulweiten, sechsstündigen KI-Tag durchgeführt, um den Lernenden einen reflektierten und praxisnahen Zugang im Umgang mit der KI zu ermöglichen.
Im Mittelpunkt standen drei aufeinander aufbauende Workshopformate, die – je nach Jahrgangsstufe mit zunehmendem Anforderungsniveau – grundlegende Aspekte von Künstlicher Intelligenz vermittelten. Zunächst ging es um die Frage, was Künstliche Intelligenz überhaupt ist und wie KI-Systeme grundsätzlich arbeiten. Anschließend lernten die Schülerinnen und Schüler Strategien für den sinnvollen Einsatz von KI-Tools, insbesondere das sogenannte „Prompting“, also die gezielte Eingabe von Anweisungen zur Steuerung von KI-generierten Ergebnissen. Im dritten Teil lag der Schwerpunkt auf der kritischen Bewertung von KI-Inhalten: Die Lernenden setzten sich damit auseinander, wie KI-generierte Texte, Bilder oder Informationen erkannt und hinsichtlich ihrer Zuverlässigkeit eingeordnet werden können.
Der KI-Schülertag wurde von den Schülerinnen und Schülern über alle Jahrgänge hinweg überwiegend positiv aufgenommen. Besonders häufig wurde hervorgehoben, dass der Tag neue Einblicke in den Umgang mit Künstlicher Intelligenz eröffnet hat. Eine deutliche Mehrheit gab an, nun besser einschätzen zu können, wie KI-generierte Inhalte entstehen und dass auch KI-Systeme fehlerhafte oder unplausible Ergebnisse („Halluzinationen“) produzieren können. Auch die praktischen Anteile, insbesondere zu Prompt-Strategien sowie grundlegenden Funktionsweisen von KI-Systemen, wurden als hilfreich bewertet.
Eine Schülerin machte den Mehrwert des Tages beispielhaft deutlich:
„Viele KI-Tools wirken erstmal so, als würden sie immer richtige Antworten liefern. Der Projekttag hat aber gezeigt, dass das nicht stimmt. Ich achte jetzt mehr darauf, ob Inhalte wirklich plausibel sind und erkenne eher, wenn etwas nicht ganz passt oder von einer KI stammen könnte.“
Die Rückmeldungen der Lehrkräfte unterstreichen diesen Eindruck. Der Schülertag habe gezeigt, dass sich Themen rund um Künstliche Intelligenz gut in einem offenen, projektorientierten Format erarbeiten lassen. Dabei standen Chancen und Grenzen der Technologie im Fokus, verbunden mit einer klaren Ausrichtung auf kritisches Denken und digitale Urteilskompetenz.
Insgesamt zeigt das Vikilu mit dem KI-Schülertag, dass Schule die Verantwortung hat, die kommenden Generationen auf einen bewussten Umgang mit KI vorzubereiten.
Eine Fortführung des Formats im kommenden Schuljahr ist vorgesehen und wird inhaltlich weiter ausgestaltet. Darüber hinaus prüft das Vikilu, wie Künstliche Intelligenz künftig verstärkt in den regulären Unterricht eingebunden und perspektivisch auch in ausgewählten Prüfungs- und Klausurformaten zum Einsatz kommen kann. Die Förderung eines kompetenten KI-Umgangs soll selbstverständlicher Bestandteil moderner Lern- und Arbeitsprozesse werden.

