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Mission Frieden – in nur einem Tag? oder Wie schwer ist Frieden wirklich?

Mission Frieden – in nur einem Tag? oder Wie schwer ist Frieden wirklich?

Planspiel „help“ auf dem Weg zur „Humanitären Schule“

Im Rahmen der Auszeichnung „Humanitäre Schule“ nahm unsere Klasse – die 11d – am 08.04.26 am Planspiel „h.e.l.p.“ teil.

Dabei schlüpften wir in die Rollen verschiedener Länder und Organisationen und versuchten, einen fiktiven internationalen Konflikt, aktuell angelehnt an den Sudan-Krieg, friedlich zu lösen.

Wir mussten diskutieren, verhandeln und gemeinsame Entscheidungen treffen, welche nicht immer leicht gefallen sind. Schnell wurde deutlich, wie schwierig es sein kann, unterschiedliche Interessen miteinander zu vereinbaren.

Besonders spannend war, dass wir nicht einfach nur zugeschaut haben, sondern selbst Teil der Gespräche und Konflikte waren. Dadurch konnten wir besser nachvollziehen, wie wichtig Zusammenarbeit, Kommunikation und Kompromisse in der internationalen Politik sind.

Unsere Gruppe übernahm während des Planspiels die Rolle der Presse. Wir mussten die anderen Teilnehmenden regelmäßig über neue Entwicklungen informieren. Dabei merkten wir schnell, wie schwierig es sein kann, Informationen verständlich und aktuell weiterzugeben – besonders wenn sich Situationen ständig verändern.

– Ausschnitt Pressebericht –

Die Situation in Bonin

Laut der Delegation von Bonin ist die Situation zwischen Deutschland und Bonin angespannt. Deutschland würde sich nicht kooperativ verhalten. Des Weiteren seien die Verträge in Arbeit und der Wunsch nach Frieden bleibe bestehen.

„Die Wirtschaft wird sich verbessern, wenn das Öl wieder fließt und dann werden (vielleicht!) keine Kindersoldaten mehr geschickt“. Diese Aussage, von Seiten Bonins, zeigt die dramatische Situation, aber auch die problematische Geheimhaltung wichtiger Informationen.

Einen Höhepunkt bildete die Abschlusskonferenz am 15.04.2026, bei der eine endgültige Konfliktlösung durch Unterzeichnung vorbereiteter Verträge angestrebt wurde. Schnell wurde deutlich, wie anspruchsvoll es ist, unterschiedliche Interessen zu vereinen und wie wichtig starke Verbündete sind.

Nach intensiver und hitziger Diskussion konnte abschließend auch ein erster Vertrag unterzeichnet werden, sodass die Konfliktlösung näher rückte. Aufgrund des Zeitmangels blieb es bei diesem einen Vertrag, was die Komplexität solcher Konflikte demonstrierte.

Insgesamt zeigte das Planspiel, wie vielschichtig Konflikte wirklich sind und wie wichtig Menschlichkeit bleibt. Je tiefer wir in die Rollen eintauchten, desto klarer wurde, dass jede Position ihre eigene Logik verfolgt und einfache Antworten selten sind. Gerade diese Komplexität und die gewonnenen Erfahrungen machen solche Simulationen wertvoll – besonders in einer so konfliktgeprägten Zeit.  

Das Planspiel zeigte uns, wie wichtig Menschlichkeit und gegenseitiger Respekt sind. Insgesamt war es eine interessante und abwechslungsreiche Erfahrung, die unsere Schule mit der „Mission Frieden – in nur einem Tag?“ zur Auszeichnung als „Humanitäre Schule“ verholfen hat.

„Eine Zertifizierung ist keine reine Bescheinigung, sondern eine Bestätigung.“ Mit diesen Worten leitete Hermann Gröhe, ehemaliger Gesundheitsminister und heutiger Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, die diesjährige Zertifizierungsfeier zur Kampagne Humanitäre Schule ein. Schülerinnen und Schüler der Klasse 11d konnten heute in Hannover erneut unsere Zertifizierung für das Jahr 2026 entgegennehmen. „Wirksamkeit statt Ohnmacht“ spiegelt sehr gut das Motto der Kampagne wider, bei der Jugendlichen aus ganz Niedersachsen Kenntnissen zum Humanitären Völkerrecht vermittelt wurden.

Die Kombination aus Planspiel und sozialem Engagement der AG Helping Hands hat in diesem Jahr zu der wiederholten Zertifizierung geführt.

Nach dem gemeinsamen Schauen einer aktuellen Nachrichtensendung war schnell klar, dass der große Teil der Einnahmen aus unserem Verkauf selbstgemachter süßer und pikanter Backwaren in die DR Kongo gehen würden. In den Nachrichten wurde der Ebola-Ausbruch gezeigt und das dadurch verursachte große Leid in der Bevölkerung. „Bündnis Entwicklung Hilft“ und „Aktion Deutschland Hilft“ rufen mit einem gemeinsamen Konto zu Spenden auf.

Da wir auch einen Beitrag in Deutschland leisten wollten, ist die Entscheidung gefallen, einen weiteren Teil unserer Einnahmen der Deutschen Kinderkrebsstiftung zu spenden. Hier werden die Gelder unter anderem für die Forschung in der Kinderonkologie und zur Unterstützung für Eltern krebskranker Kinder und Jugendlicher verwendet, was uns besonders wichtig ist. Diese Stiftung erfüllt die sieben Spenden-Siegel-Standards des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI).

Seit den Osterferien haben wir auch wieder eine aktive Kooperation mit der Scharnhorst-Residenz in Hameln und Schülerinnen und Schülern unserer AG Helping Hands begonnen. Diese verbringen regelmäßig Zeit mit einer kleinen Gruppe von Senioren bei Spiel und Gesprächen. Der Hintergrundgedanke bei diesem Projekt ist der Austausch zwischen Jung und Alt. Die älteren Menschen interessieren sich sehr dafür, was uns bewegt und was uns heute wichtig ist. Im Gegenzug berichten sie aus ihrem Leben und öffnen so für uns ein Fenster zur Vergangenheit.

„Menschlichkeit ist das einzige, bei dem ich mich über Ansteckungsgefahr freue.“ Mit diesen Worten beendete Herr Gröhe die erfolgreiche Zertifizierungsfeier. 

von Caroline und Celina Requardt und Julia Ley